Donnerstag, 24 Januar 2019 10:40

IST DAS LAAAAANGWEILIG!

Mittwochmorgen 10.00 Uhr, in seinem Büro in einem Essener Konzern klickt sich Peter W., 49 durch die Anzeigen eines Onlinedatingportals. Er gehört zu den Mitarbeitern, (mehr als die Hälfte, wie eine Umfrage unter Managern ergeben hat) die Bore-out Symptome zeigen.

Zuviel Routine, eine Flut oft schlecht organisierter Meetings, oder Aufgaben, die nicht wirklich fordern, führen dazu, dass Mitarbeiter und durchaus auch Führungskräfte deutliche Leistungseinbußen zeigen. Sie beschäftigen sich in der Arbeitszeit mit Privatem, täuschen Geschäftigkeit oftmals nur noch vor, arbeiten weniger schnell, als es möglich wäre und empfinden Müdigkeit, obwohl sie gar nicht viel bewältigt haben.
Ansteckend kann der Leistungsrückgang werden, wenn die Gelangweilten Kollegen von der Arbeit abhalten, weil sie Gespräche suchen oder „lustige“ Mails versenden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass nicht nur alte Hasen, die vielleicht schon zu lange nicht mehr die Stelle gewechselt haben, sondern gerade auch junge Fachkräfte von der Problematik betroffen sind. Wie können Vorgesetzte vermeiden, dass in ihren Teams das Bore-Out sein Unwesen treibt? Der wichtigste Schritt ist erst einmal, sich der Gefahr bewusst zu werden, und zu überprüfen, ob und in welchem Ausmaß die eigenen Mitarbeiter betroffen sind. Gemeinsam mit dem Team können dann die schlimmsten Leidesquellen entschärft werden. Jobrotation und Projektaufgaben helfen, den Arbeitsalltag spannend zu halten. Warum nicht einmal eine Klausurtagung, die Bore-out-Vermeidung in den Fokus nimmt, denn keiner weiß besser, was er braucht, als die Mitarbeitenden selber? Und last but not least, die Treppe wird von oben geputzt, nur eine Führungskraft, die nicht selber leidet, leitet optimal.

Die Bore-out-Gefahr zu unterschätzen zählt zu den 7 Todsünden der Personalführung. Wer mehr dazu wissen möchte: Eifel-Frühlings-Führungs-Workshop


Ihre

Anne Huth
Diplom-Psychologin
Arbeits- und Organisationspsychologie
 

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